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MUSIK RETTET Sommercamp 2018

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Date:20 Jan, 2018

MUSIK RETTET Sommercamp 2018

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Awdijiwka – eine Stadt im Osten der Ukraine. Seit vier Jahren ist es ein Kriegsgebiet. Am meisten leiden die Kinder dieser Stadt. Sie verbrachten mehr Zeit in Bombenkellern als in der Schule, erlebten Tod und Zerstörung mit eigenen Augen. Ihr Alltag wird von Explosionsgeräuschen und Angst begleitet. Jeder weitere Beschuss hinterlässt eine tiefe seelische Wunde.

Seit 2016 Jahren organisieren wir Rehabilitations- und Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche dieser Stadt, unter anderem das MUSIK RETTET Sommercamp.

MUSIK RETTET Sommercamp erwies sich bereits als eine Bereicherung für alle Beteiligten. Es entstanden viele enge Freundschaften zwischen den ukrainischen Kindern, den Mentoren und den deutschen Besuchern des Sommercamps. Unser Projekt motiviert die Jugendlichen zur Verwirklichung eigener sozialer und kultureller Projekte in ihrer Heimat und trägt so der positiven Entwicklung der Ukraine bei. Immer mehr Künstler und Pädagogen möchten unser Projekt unterstützen und bieten tolle Programme für die Kinder an.

Unsere Berichte aus den Vorjahren:  Juni’16       Juni’17       August’17

Die Termine für das Sommercamp’18 stehen bereits fest. Vom 9. bis 23. Juni und vom 14. bis 28. Juli werden Gruppen von je 20 Kindern und Jugendlichen aus Awdijiwka und Marjinka (eine weitere Stadt an der Frontlinie) im KiEZ Inselparadies Petzow erwartet.

Das wunderschöne Feriencamp KiEZ Inselparadies Petzow  bietet einen perfekten Ort zum Wohnen, Wandern, Natur entdecken sowie für ungezwungene Begegnungen mit deutschen Kindern und Familien. Hier werden die Kinder nicht nur Musik und Kunst, sondern auch die Natur und Ruhe genießen können.

Das Programm: Spannende und kreative Workshops mit Alisa PoplavskayaAlan MeyerIlya MantelOlga Michael, Marina Bondas, Iryna Polunina und anderen Künstlern und Musikern sowie mit dem Education-Projekt des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Auf dem Programm stehen Musik, Kunst, Fotografie, Zeichentrickfilm, Tanz, Theater und mehr.

 

Freizeitgestaltung: Ausflüge und Stadtführungen, Museums- und Konzertbesuche, Gemeinschafts- und Kennenlernspiele.

Auch ihre Freizeit werden die Kinder gemeinsam mit unseren Künstlern und Musikern verbringen können. Außerdem laden wir Kinder und Familien aus Potsdam und Umgebung ein, um die ukrainischen Kinder in einer entspannten Atmosphäre kennenzulernen.

 

Zum Abschluss erfolgt eine öffentliche Präsentation  und eine gemeinsame Abschlussfeier mit einheimischen Familien.

 

 

Wir legen besonderen Wert darauf, dass:

  • den Kindern während der kreativen Arbeit keine “richtig-falsch”-Vorschriften und Bewertungen aufgezwungen werden, sondern viel Freiheit gelassen und somit der Druck und die Angst vor Urteilen genommen wird.
  • zwischen den Kindern und Mentoren kein Lehrer/Schüler- sondern eher ein freundschaftliches Verhältnis entsteht.
  • den Kindern beigebracht wird, sich selbst durch Kunst und Musik aus schwierigen Situationen zu retten, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen und Anschluss zueinander zu finden.
  • durch dieses Projekt langfristige Freundschaften zwischen den ukrainischen und deutschen Kindern und ihren Familien sowie zwischen den Kindern und den beteiligten Künstlern und Musikern entstehen.

 

Ziele:

  • Rehabilitation der traumatisierten Kinder aus der Kriegszone in der Ukraine
  • das Ermöglichen der Selbstdarstellung durch Musik, Kunst und Tanz
  • Kulturelle Bildung und Förderung der kreativen Begabungen
  • Kultureller Austausch, Horizonterweiterung
  • Förderung von Völkerverständigung
  • Überwindung von Kontaktängsten

Zielsetzungen ausführlich HIER

 

Die Durchführung des Projektes ist zurzeit besonders wichtig, um trotz Krieg und Krise eine gesunde junge Generation zu erziehen, die zu einer friedlichen und erfolgreichen Entwicklung der Ukraine und Europas beitragen kann.

Der Austausch zwischen ukrainischen Kindern und deutschen Familien und die dadurch entstandene Freundschaften können langfristig zum besseren Informationsaustausch und Völkerverständigung verhelfen. Angesichts des laufenden Informationskrieges ist so ein direkter Austausch enorm wichtig.

 

Leitmotive

  • Kunst/Musik als Treffpunkt – Treffpunkt der Kulturen, der Menschen, der Sprachen, jede Kunstart ist an sich ein Treffpunkt mit anderen Künsten. Durch Kunst und Musik finden Kinder mit verschiedenen Lebenserfahrungen besseren Zugang zueinander.
  • Kunst als alltägliches Teil des Lebens und Ausweg aus schwierigen Situationen; Kunst, die man überall für sich (und in sich) finden und erfinden kann.

 

Bei den Workshops wird meist interdisziplinär gearbeitet. Die Kinder werden in die Vielfalt der Künste und eine Verbindung zwischen diesen, sowie Verbindung von Kunst und Musik mit dem Alltag eingeführt. Dies hilft den Kindern einerseits, “die große bunte Welt” zu entdecken, andererseits ihre eigene “Lieblingskunstart” zu finden, sich darin kreativ zu entfalten, eigene Emotionen bewusst wahrnehmen und ausdrücken zu können, was unter anderem zur Trauma-Verarbeitung, Stressabbau und zu Lösungen der damit verbundenen Blockaden positiv beitragen kann. Der kreative Prozess ermutigt Kinder, durch den künstlerischen Ausdruck und den schöpferischen Vorgang ihre Emotionen zu verstehen und nonverbal auszudrücken. So können sie auch “Unsagbares” – ihre schrecklichen Erfahrungen aus dem Krieg –  besser verarbeiten.

Die Arbeit mit vielen bunten Farben sowie harmonischen, heiteren Klängen und Rhythmen hat positive Auswirkungen auf die Entwicklung der emotional-affektiven Kompetenzen der Kinder.

Durch künstlerische Herausforderungen werden Phantasie, assoziatives und logisches Denken angeregt. Dies trägt unter anderem zur Selbstfindung und Selbstachtung bei und hilft dem kleinen Menschen trotz Schrecken des Krieges nicht zu einem “hoffnungslosen Wrack” (einem auf Lebzeiten gebrochenen und hilflosen Kriegsopfer), sondern zu einer starken Persönlichkeit, einem mündigen und selbstständigen Mitglied der sozialen Gesellschaft heranzuwachsen, das nicht nur sein eigenes Leben im Griff hat, sondern auch für sein Umfeld bzw. die Gesellschaft einen positiven Beitrag leisten kann.

Insbesondere bei Kindern bringt eine traumatische Kriegserfahrung oft nicht nur seelische Wunden mit sich, sondern kann sich auch negativ auf den körperlichen Zustand und die motorische Entwicklung auswirken. Daher ist die Beschäftigung mit sämtlichen technischen Vorgängen während der Musik-, Tanz- und Kunst-Workshops von großem Vorteil – sie kann die Körperbeherrschung, insbesondere Koordination, Feinmotorik, Atmung und Haltung nachhaltig verbessern.

 

 

Unsere Partner: Ukraine-Hilfe Berlin e. V. , Education-Projekt des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin,  Smile & Help gGmbHKiEZ Inselparadies Petzow.

Mit freundlicher Unterstützung von Deutsch-Ukrainischem Forum e. V. , Botschaft der Ukraine in Bundesrepublik Deutschland, Breitband e. V. und Theatre of Displaced People.

Im 2017 wurde das Sommercamp vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert.

 

Vollständige Beschreibung des Projekts schicken wir Ihnen nach Anfrage gerne zu. KONTAKT

 

 

 

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