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MUSIK RETTET – eine Frühlingsreise in die Kriegsgebiete

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MUSIK RETTET – eine Frühlingsreise in die Kriegsgebiete

Es war wieder eine bewegende Reise!

Insgesamt 14 Konzerte in einer Woche – einige zusammen mit dem Bratscher Roman Borkowski, einige spielte Marina solo; unter anderem im Flüchtlingszentrum, an der Musikschule und im Krankenhaus Kramatorsk, am Internat in Slowjansk, in den Kinderheimen Krasnyj Liman, Torezk und Swjatohirsk, an der Musikschule und im Rathaus in Awdijiwka und im Militärkrankenhaus Kostantynivka. Aus vielen Konzerten wurden Workshops, Musik- und Ratespiele. Wir sprachen mit vielen Menschen und machten neue Freundschaften.
Die meisten Konzerte wurden sehr spontan (manchmal im 2-3 Stunden voraus) organisiert, denn in einem Krisengebiet ist es schwer, etwas vorausplanen zu können. Jedoch verlief alles reibungslos. Überall wurden wir sehr herzlich empfangen, die Menschen waren sehr dankbar für die Musik und unseren Besuch. In dieser Region sind sie oft von der restlichen Welt abgeschnitten – wenn auch die Städte selbst zum friedlichen Leben zurückkehren, so ist das Reisen für die Menschen zu teuer und die Landstraßen nahe der Frontlinie gefährlich.

Für uns war die Reise einerseits wunderschön, denn die Musik und die Zuwendung schien Wunder zu wirken – die Gesichter der Menschen verwandelten sich, traurige und müde Augen glänzten wieder. Dennoch konnte man hier das Leid und den Schmerz genau nachfüllen, es war oft schwer auf der Bühne und im Gespräch ein Lächeln im Gesicht zu behalten und nicht in Tränen auszubrechen. Wir mussten stark sein, um die Menschen mit unserer Stärke und positiver Energie anzustecken.

Angenehm überrascht waren wir über die Zustände der meisten Einrichtungen, die wir besuchten. Die Kinderheime waren zwar sehr bescheiden ausgestattet, hie und da beklagte man sich über Personalmangel – viele sind aus der Gegend geflohen, kaum jemand ist bereit, für ein kleines Gehalt freiwillig in den Kriegsgebiet zu ziehen, es mangelt an qualifizierten Fachkräften. Dennoch waren die Einrichtungen sehr gepflegt und sauber – farbige Wände und Vorhänge, gemütliche Möbel. Man konnte sehen, wie viel Liebe und Sorge um die Kinder darin steckt, wie viel Arbeit trotz des Krieges, der finanzieller Krise und der mickrigen Gehälter die Betreuer zusammen mit den Freiwilligen leisten, um den kleinen Menschen ein bisschen Kindheit zu schenken. Natürlich sind die meisten Einrichtungen weiterhin auf Sach- und Geldspenden angewiesen, aber jede Hilfe kommt hier wirklich an!
Traurig war der Anblick des Flüchtlingszentrums – zwar auch gepflegt und in gutem Zustand, jedoch war das Gebäude ziemlich überbevölkert, bis zu 10 Menschen müssen einen Schlafraum teilen, im ganzen Haus gibt es nur 2 Toiletten und Duschen.
Die Situation in den Krankenhäusern ist weiterhin schwierig – es mangelt oft an Medikamenten und Ausstattung. Große Hilfe leisten die Freiwilligen und Spender aus aller Welt, die Ärzte sind dafür sehr dankbar! Dennoch reicht diese Hilfe nicht immer aus.

Awdijiwka – der Ort an der Frontlinie und seit Monaten das heißeste Gebiet – es fliegen zurzeit keine Raketen auf die Stadtmitte an, aber die Kämpfe in der Vorstadt sind sehr gut zu hören. Dem Krieg zum Trotz gibt es hier eine funktionierende Musikschule mit 139 Schülern. Während des ganzen Krieges war das Gebäude der Schule für nur 3 Monate geschlossen, als die Stadt und die Schule direkt unter schwerem Beschuss lagen. In diesen 3 Monaten wurden die Kinder zu Hause unterrichtet. Die beschädigten Räume wurden inzwischen renoviert.
Die Musik ließ uns alle den Krieg vergessen. Als das Konzert zu Ende war und man die Fenster öffnete, hörte man wieder die Explosionen.

Schweren Herzens verließen wir das Gebiet – einigen Menschen konnten wir ein bisschen Freude schenken, doch es gibt noch so viele, die jetzt unsere Unterstützung brauchen!

Herzlichen Dank an @Lena, Эдуард Кулинич (Народний тил)Andrey Banderos-Nemets (Благотворительный Фонд “Славянск Возрождение”) an Лилия Кислицина und anАвдеевка Сіміс für die Organisation und sichere Begleitung. Herzlichen Dank an @Oksana Krysin, Наталия Кулинич und die Besitzer des Restaurant Palmira in Kramatorsk für die leckere Abendmale nach den anstrengenden Überfahrten.

Herzlichen Dank an alle, die unser Projekt unterstützen!

Mehr über unsere Rehabilitationsprojekte erfahren Sie hier:http://heartforukraine.com/musik-rettet/

Bitte helfen Sie uns, den kriegstraumatisierten Menschen ein bisschen Frieden, Hoffnung und Zukunft zu schenken!

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