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Reise in die Kriegsgebiete Oktober 2017

vom 23 bis 30 Oktober reiste Marina Bondas wieder nach Awdijiwka.

Auf dem Programm diesmal:

° Besuch der Musikschule, dort übergab sie Saiten und Zubehör für Musikinstrumente (gespendet vom Berliner Geigenbau Atelier Kogge & Gateau) und nahm an dem Schulkonzert teil.

° Besuch der allgemeinen Schule Nr1 und Auftritt beim Kinderfest.

° etliche Treffen mit unseren MUSIK RETTET Schützlingen und ihren Erziehungsberechtigten.

° etliche Treffen mit den Kulturaktivisten der Stadt.

Unsre Arbeit gab einen guten Beispiel und ermutigte die jungen Leute (vor allem unsere MUSIK RETTET Schützlinge und ihre Eltern) eigenes Kultur-Festival in Awdijiwka zu veranstalten. So nahm Marina an den Sitzungen teil und hielt einen Vortrag zum Thema Festivalplanung, Crowdfunding etc.

° und nicht zuletzt Besuche bei neuen Freunden und Hauskonzerte.

Ach so – es gab auch eine professionelle Fotosession. Diesmal übernahm eine unseren MUSIK RETTET Schützlingen in die Rolle des Profi und Marina stand Modell :)

Lera, eine unseren MUSIK RETTET Schützlingen aus dem Sommercamp’16 entdeckte für sich damals die professionelle Fotografie. Von unserem Fotografen Ilya Mantel bekam sie eine Kamera geschenkt und übt fleißig unter seiner Anleitung. Fotos folgen in Kürze.

Die Lage in der Stadt war vergleichsweise ruhig, d. H. die Beschüsse trafen meistens nur den Stadtrand, nur an einem der Tage trafen mehrere Minen die Häuser im Stadtinneren. Vom Frieden ist leider keine Rede.

Umso wichtiger ist der Kontakt, Austausch und die moralische Unterstützung von Menschen dort. Und umso erfreulicher ist es für uns zu sehen, wie die Menschen dank unseren Rehabilitations- und Kulturprojekten neuen Mut und Energie bekommen, wie die Jugendlichen ihr Leben in eigene Hände nehmen, ihre Zukunft und Beruf planen, wie sie es schaffen, ein bisschen Frieden und Ruhe in den schwarzen Alltag zu bringen.

Besondere Freude war es, unsere MUSIK RETTET Schützlinge wieder zu sehen und die positive Entwicklungen zu beobachten.

Fotos HIER


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Reise in die Kriegsgebiete / Kunstprojekt Diffusions

Die ostukrainische Stadt Kramatorsk, gezeichnet vom Krieg und monatelanger Besatzung – mittlerweile ist hier Frieden eingekehrt, doch am kulturellen Leben passiert noch nicht viel, kaum jemand traut sich hierher zu kommen. Die Frontlinie ist nur 70 km entfernt. Die Menschen sind traumatisiert, die Stimmung gespannt.

Im Oktober 2017 fand hier zum ersten Mal das internationale Kunstprojekt “Diffusions” statt, organisiert und kuriert vom Berliner Künstler Alan Meyer, der auch bei unserem Projekt MUSIK RETTET aktiv ist.

Der Kunstmuseum Kramatorsk wurde für zwei Wochen zum offenen Atelier für vier deutsche, sowie einige ukrainische Künstler. Man zeichnete, diskutierte, tauschte Erfahrungen aus. Besucher hatten die Gelegenheit zu beobachten, wie ein Kunstwerk entsteht. Hobbykünstler konnten sich dem Arbeitsprozess anschließen. Oft wurde die Arbeit von Live Musik begleitet.
Während der zwei Wochen wurden für die deutschen Künstler auch Ausflüge organisiert, sie sahen die Spuren des Krieges mit eigenen Augen, hörten die Geschichten, bekamen Eindruck von der Atmosphäre.
Im Rahmen des Projekts fanden sämtliche Treffen und Diskussionen statt.

Zum Abschluss fand eine Ausstellung mit einer Live Performance statt. Studenten der Kramatorsker Fachhochschule im Fach Design wurden hinzugezogen, um die Ausstellungsräume zu dekorieren.
Nebenbei organisierte Alan Meier zusammen mit den dortigen Aktivisten auch ein offenes Atelier und eine Open-Air Ausstellung in der benachbarten Stadt Druzhkiwka.

Für die Menschen in der Region, vor allem für die Künstlerinitiativen und die jungen Aktivisten wurde das Projekt zum Ereignis des Jahres, gab viel neue positive Eindrücke, neue Erfahrungen, und nicht zuletzt Hoffnung und Kraft für die Zukunft.

Der Projekt wird fortgesetzt.

Fotobericht HIER

Presse: HIER

Video HIER

 


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MUSIK RETTET Sommercamp’17 August // ENDBERICHT

Vom 1. bis zum 19. August 2017 fand zum dritten Mal das MUSIK RETTET Sommercamp statt.

Videos HIER

Fotos HIER

Dieses Mal kamen 14 Kinder und Jugendliche aus der ukrainischen Frontstadt Awdijiwka nach Deutschland, um im Ferienlager „KiEZ Inselparadies Petzow“ eine Auszeit vom Krieg zu nehmen. Eigentlich sollten 20 Kinder kommen, doch zum Alltag im Kriegsgebiet gehören auch bürokratische Hürden – jedes kleine Papier oder Nachweis auszustellen kann dort zur Mission Impossible werden, und so schafften wir es doch nicht mehr rechtzeitig, Reisedokumente für einige Kinder zu bekommen.

 

Am 1. August reisten die Kinder nach Kyiw. Bei einer Stadtführung und Museumsbesuch lernten sie die Hauptstadt kennen; die meisten Kinder waren noch nie in Kyiw. Um sich besser kennenzulernen, gab es Spiele an der frischen Luft. Am 3. August ging es dann weiter nach Lwiw, wo sie eine Exkursion durch die facettenreiche Stadt erwartete.

 

Am Samstag, den 5. August, kamen die Kinder im „KiEZ Inselparadies Petzow“ an. Gleich nach der Ankunft erkundeten sie das große Areal des Feriencamps und machten neue Bekanntschaften mit deutschen Jugendlichen, die im Feriencamp lebten. Kommuniziert wurde mit Gesten, Gesichtsausdrücken und ein bisschen englisch. Alleine der Kontakt mit einer Fremdsprache und einer fremden Kultur war für einige der Kinder eine neue Erfahrung, doch die Neugier siegte über Kontaktängste, es wurde viel gelacht. Gleichzeitig wurden erste Wörter auf deutsch, ukrainisch und russisch gelernt.

 

Im Camp drehte sich der gesamte Tag um die Kunst und gemeinsame Aktivitäten. Morgengymnastik, gefolgt vom Frühstück, danach künstlerische, musikalische und therapeutische Workshops und Gemeinschaftsspiele an der frischen Luft.

 

Zum Einstieg gab es einen Workshop mit dem Motto “nicht alles Gold, was glänzt”. Unter der Leitung von Künstlerin Olga Michael und Therapeutin Anna Parijskaja bastelten die Kinder wunderschöne bunte Collagen. In diese Collagen konnten sie alles einbringen, was ihnen wertvoll ist. Und natürlich viel Glitzer und Gold :).

 

Mit der Künstlerin Olga Michael ließen die Kinder bei der Gestaltung eines Zeichentrickfilms ihrer Kreativität freien Lauf. Sie dachten sich eine Geschichte aus, zeichneten selbst die Figuren und die Szenerie, und vertonten anschließend die Gespräche und Geräusche im Film. Vertont wurde mit allen Mitteln: mit der eigenen Stimme wurde zum Beispiel der Motor eines Ferraris nachgeahmt und Pfeifgeräusche stellten das Wehen eines starken Windes dar.

 

Das Musikworkshop mit dem Education-Projekt des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin gab den Kindern unter anderem eine Idee für die Techniken der Vertonung. Bei diesem Workshop drehte es sich um die Natur der Klänge und Ursprünge der Musik. Als Einführung gab es ein Konzert. Bei anschließender Diskussion über den Sinn und Zweck des Musizierens hielten sich die Mentoren mit ihrer Meinung eher zurück und ermutigen die Jugendlichen zum Philosophieren und Fantasieren, hörten aufmerksam zu und behandelten die Äußerungen der Kinder sehr ernst.
Am Beispiel von “Vier Jahreszeiten” von Antonio Vivaldi erklärte dann Marina Bondas, die Musikerin des RSB, wie man Bilder und Geschichten mit den Tönen “malen” und bestimmte Stimmungen erzeugen kann. Danach gab es ein Spiel – die Kinder “bestellten” Geräusche von Tieren und Gegenständen, die Geigerin spielte diese auf ihrem Instrument. Danach zeigte sie, wie man mit alltäglichen, “unmusikalischen” Gegenständen Geräusche erzeugen kann, die zur Musik werden. Als Beispiel klopfte sie mit verschiedener Intensität auf verschiedenen Oberflächen, ließ die Kinder aufmerksam zuhören und die Unterschiede im Ton entdecken. Danach bespannte sie eine leere Konservendose mit zwei Haargummis und spielte darauf ein Lied, wie auf einer Gitarre.

 

Der Künstler Alan Meyer führte Akrylmalerei – Workshop durch. Zur Einführung spielte man Pictionary. Bei diesem Ratespiel gab es zwei Teams. Aus jedem Team musste ein Mitspieler einen bestimmten Begriff zeichnen. Die anderen Mitspieler mussten erraten, um welchen Begriff es sich handelt. Danach zogen die Kinder gemeinsam Leinwände auf und probierten verschiedene Akryltechniken aus. Gemeinsam mit dem Künstler zeichneten sie Portraits und standen Modell. Dabei konnte jeder abwechselnd an allen Leinwänden arbeiten.

 

Die Künstlerin Alisa Poplavskaya leitete den Kunstworkshop “zeichne das Weltall”. Sie zeigte verschiedene Techniken. Zum Beispiel wurde die Farbe mithilfe einer Zahnbürste fein verteilt, und der Sternenhimmel war so gut wie fertig.
Neben den Workshops führte die Künstlerin auch verschiedene Spiele mit den Kindern durch. Das Spiel „Wo ist mein Lunch?“ hat das Teamgefühl in der Gruppe sehr gestärkt. Bei diesem Spiel musste man den “Lunch” (einen beliebigen Gegenstand) heimlich und in Teamarbeit aus dem Nest holen und zum Startpunkt bringen. Der Lunch wurde von einem Spieler bewacht. Solange er wegsah, konnte das Team sich bewegen, sobald er sich aber umdrehte, mussten alle stillhalten. Wer sich rührte, wurde zurück zum Startpunkt geschickt.

 

Beim nächsten Spiel gab es Gruppen mit je 3 Spielern. Der erste Spieler sieht zwar den Schatz, darf aber nicht reden und muss dem zweiten Spieler mit Handzeichen die Position erklären. Der zweite Spieler muss dann dem dritten Spieler, der mit verbundenen Augen den Schatz finden muss, verbal die Richtung erklären.

 

Zusammen mit Olga Michael und der Therapeutin Anna Parijskaja führte Alisa auch Kunsttherapie Workshops durch. Sie halfen den Kindern sich zu öffnen, über ihre Ängste, Träume und Wünsche zu sprechen und für manche Probleme und Konflikte Lösungen zu finden. Nach Bedarf gab es auch individuelle Sitzungen.

 

Das therapeutische Theater-Spiel sorgte nicht nur für viel Spaß, sondern half den Kindern, ihre Hemmungen zu lösen und offenbarte nebenbei einige Talente. Bei diesem Spiel bekam der “Schauspieler” einen Begriff, eine Figur oder Geschichte und musste diese vor dem Publikum mimen. Die restliche Gruppe sollte erraten, um welches Begriff es sich handelt.

 

Beim Musikworkshop mit Oleksij Volynchyk haben die Kinder viel gesungen und konnten verschiedene Instrumente ausprobieren. Außerdem haben sie ihr eigenes Lied geschrieben. Jeder schrieb die Wörter und Sätze auf, die ihm gerade durch den Kopf gingen oder ihm viel bedeuten. Es entstand ein fröhliches Lied über das Camp, die zahlreichen täglichen Aktivitäten und vor allem die Natur.

 

Mit dem Fotografen Ilya Mantel gab es spannende Fotosessions, bei der die Kinder Modell standen und als Fotoassistenten mitwirkten. So bekamen sie den Einblick in die professionelle Fotografie. Im Laufe des Projektes hatten die Kinder auch Gelegenheit, selbst hinter der Kamera zu stehen und konnten bei sämtlichen Workshops Paparazzi spielen.

Einmal veranstaltete Ilya einen Kinoabend mit Filmen von Charlie Chaplin, aber nicht zum reinen Vergnügen – neben einer Diskussion über die witzige, doch sehr tiefsinnige und warme Art von Chaplin gab es eine Hausaufgabe – die Kinder sollten aufmerksam die Filmmusik und die Sounds zuhören, so konnten sie selbst entdecken, wie stark und mit welchen Techniken und Methoden die Musik auf die Stimmung wirken das Bild beeinflussen kann.

 

Im „Inseparadies Petzow“ hieß es: „Natur pur!“. Die Kinder waren baden, wandern und haben sogar eine Bootstour unternommen. Mit Ruderbooten erkundeten sie die vielen kleinen Inseln, die rund um das Feriencamp zu finden waren.
An einem der Tage veranstaltete das Team vom KiEZ eine Schatzsuche unter dem Motto „Superhelden und Schurken“, an der das ganze Ferienlager, in Teams aufgeteilt, teilnahm. Jedes Team hatte seinen eigenen Superhelden, eigene Superkraft und Slogan. Es gab verschiedene Aufgaben, die gelöst werden mussten, um weiterzukommen. Als Hauptpreis gab es… Ruhm und Ehre! Danach wurde getanzt und gemeinsam gesungen.

 

Die Discos am Abend waren auch eine wunderbare Möglichkeit, die neu erlernten Deutschkenntnisse auszutesten, Slushys zu probieren und zu deutscher und internationaler Musik zu tanzen.

Getanzt wurde im Camp, übrigens, täglich. Irina Polunina, eine erfahrene Choreografin aus der Ukraine, leitete einen Kurs, bei dem die Kinder zwei Tänze einstudierten – einen Flashmob und einen Walzer. Beide Tänze erforderten viel Geschick und ein Gefühl für die Musik. Das Resultat war beeindruckend!

 

Beim Abendkreis wurde der Tag und – noch wichtiger – der Briefkasten im Gemeinschaftsraum ausgewertet. Jedes Kind hatte nämlich einen „Riesen“ und einen „Zwerg“. Die Aufgabe eines jeden Riesen war es, täglich und anonym etwas Gutes für seinen Zwerg zu tun. Er konnte eine nette Nachricht schreiben, etwas basteln, oder vielleicht einen Pudding oder einen Apfel übergeben lassen. Diese kleinen, spontanen Aufmerksamkeiten brachten viel Freude und lehrten, Gutes nicht für den Dank, sondern für das Glück des anderen zu tun.

 

Die Fahrten nach Berlin und Potsdam waren besonders erlebnisreich. Von Sanssouci bis hin zum Fernsehturm am Alex – bei den Exkursionen sahen die Kinder die schönsten Sehenswürdigkeiten der Großstädte.

 

An Wochenenden kamen Gäste aus Berlin und Potsdam und brachten hausgemachte Kuchen mit, es wurde gegrillt und es gab Crêpes, die die Kinder unter der Anleitung von Ilya Mantel vorbereiteten.

 

Auch am Tag vor der Abreise gab es nachmittags eine Grillparty mit Gästen. Unsere Kleinen präsentierten stolz ihre Bilder und Zeichnungen, bekamen Geschenke. Später am Abend gab es ein großes Konzert, an dem alle Jugendgruppen aus dem Feriencamp ihr Können präsentierten. Unsere Kleinen glänzten mit dem Walzer und dem Flashmob, die sie mit Irina Polunina einstudierten. Beim Flashmob brachten sie alle Gäste zum Tanzen. Außerdem präsentierten sie ihren Zeichentrickfilm und sangen zum Schluss eines der Lieder, die sie mit Oleksij Volynchyk einstudierten.

Zwei Wochen intensiver Arbeit, Nervosität und Unsicherheit vor dem Auftritt wurden mit großem Applaus entschädigt, auf einmal wurden unsere Kleinen aus schüchternen, traumatisierten und vernachlässigten Kindern gefeierte Stars.

 

Am 19. August reiste die Gruppe zurück über Lwiw und Kyiw nach Awdijiwka. Der Abschied war nicht leicht, kein Auge blieb trocken. Es war eine intensive, erlebnisreiche Zeit, die vielen gemeinsamen Aktivitäten schweißten uns zusammen. Wir alle – die Organisatoren, die Kinder, die Künstler, die freiwilligen Betreuer und Gäste des Sommercamps wurden zu einer Familie.

 

Fotos HIER

Videos HIER

 

 

Die Zeit in Deutschland war für unsere Kleinen ein unvergessliches Erlebnis, Einblicke in eine andere Kultur haben den Horizont erweitert und die Kinder sicher positiv beeinflusst. Auch für deutsche Kinder im KiEZ und Besucher des Sommercamps war es eine starke Erfahrung – man lernte die Ukraine mit ihrer Kultur, Sprache und Menschen persönlich kennen, Kriegskinder waren plötzlich keine Statistik mehr, sondern viele einzelne Individuen. Auch für die jungen ukrainischen Betreuerinnen war es eine lehrreiche Zeit, sie konnten an allen Workshops teilnehmen und den erfahrenen Pädagogen und Therapeuten “über die Schulter schauen”.

Bei den Workshops sahen die Kinder jeden Tag den Fortschritt, den sie mit ihrer Arbeit machten. Kunst und Musik begleiteten die Kinder ständig. Täglich lernten sie etwas Neues – ob das Schwimmen, das Lösen eines Zauberwürfels oder das Tanzen des Walzers. Das Gefühl, etwas Kompliziertes und Besonderes geschafft zu haben, die Anerkennung und Begeisterung vom Publikum wird sicher das Selbstwertgefühl, das unsere Kleinen so sehr brauchen, langfristig steigern. Es offenbarten sich viele künstlerische Talente. Einige Kinder entschieden sich, weiter Musik zu machen und haben sich gleich nach der Rückkehr aus dem Sommercamp in die Musikschule eingeschrieben.

Wir hoffen sehr, unsere Kleinen auch weiterhin individuell fördern zu können und freuen uns schon jetzt auf das nächste Camp!

 

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Herzlichen Dank an alle unsere Unterstützer, Freiwilligen, Künstler, Pädagogen und Sponsoren!

Herzlichen Dank für die gespendeten Säfte und Mineralwasser, für die von unseren Gästen mitgebrachte Geschenke, Süßigkeiten, Obst und hausgemachte Kuchen. Herzlichen Dank an Irina Zhovtobryukh für die Regenjacken.

Herzlichen Dank an alle unsere Gäste, die uns bei den Ausflügen begleitet haben.

Besonderer Dank an Peter Tiede, Gerald Praschl, Clara Geywitz, Dmytro Sonkin, SKS Steuerberatung, Riha-Wesergold, den Sozialabgeordneten der Stadt Potsdam Herr Müller.

 

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Unsere Projektpartner: Ukraine-Hilfe Berlin e. V., Education-Projekt des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, Smile & Help gGmbH, KiEZ Inselparadies Petzow, Georg Genoux und Theatre of Displaced People.

Mit freundlicher Unterstützung von Botschaft der Ukraine in Bundesrepublik Deutschland, Deutsch-Ukrainischen Forum e.V. und Breitband e. V.

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert.


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Reise in die Kriegsgebiete Juli 2017

Im Juli 2017 reiste Marina Bondas wieder in die Ostukraine. Auf dem Programm diesmal:

° Musikrehabilitation im Jugendzentrum Awdijiwka und Kinderheim Slowjansk (dort wurden auch Kleiderspenden und Spielsachen übergeben)

° Konzert im Hospital Awdijiwka

° Treffen mit unseren MUSIK RETTET Schützlingen. Diesmal gab es Pizza und natürlich ein kleines Konzert.

Mit unseren Schützlingen verbrachte Marina wieder viel Zeit.  Diesmal war die Lage in Awdijiwka außergewöhnlich ruhig, der Beschuss war kaum zu hören. So konnte man ruhig im Garten sitzen und sogar im Baggersee schwimmen. Fast wie in friedlichen Zeiten…

In Kramatorsk nahm Marina an einem Seminar für erste psychologische und vormedizinische Hilfe teil. Wenn man die Kriegsgebiete bereist, ist es wichtig, diese Kenntnisse aufzufrischen und zu erweitern.

Fotos HIER


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MUSIK RETTET Sommercamp’17 Juni // ENDBERICHT

Zum zweiten mal fand nun das MUSIK RETTET Sommercamp statt.

Fotos HIER

Presse (deutsch) HIER

Videos HIER

Vom 6. Juni bis zum 21. Juni 2017 kamen 19 Kinder und Jugendliche aus den ukrainischen Kriegsgebieten nach Deutschland. 15 Kinder aus der Frontstadt Awdijiwka, 2 aus Kostjantyniwka und 2 aus Kramatorsk, einige der Kinder sind Halb- oder Vollwaisen.

Im „Waldhaus Großer Ravensberg“ konnten die Kinder eine Auszeit vom Krieg nehmen.

 

Die Rreise begann am 30. Mai, zuerst nach Kyiw, wo die Ausreisedokumente ausgestellt wurden. Dort blieben die Kinder vier Tage und nahmen an Stadtführungen, Museums- und Konzertbesuchen und Workshops teil.  Die meisten Kinder sind zum ersten mal in der Hauptstadt gewesen und waren überwältigt von den schönen Eindrücken. Danach ging die Reise weiter nach Lwiw, wo die Kinder zwei Tage verbrachten, bevor sie am 6. Juni in Deutschland ankamen.

 

Gleich bei der Ankunft im Waldhaus machten die Kinder Bekanntschaft mit zahlreichen Tieren wie einem Pfau, einem Waschbären, Frettchen und Kaninchen. Im Camp waren sie in kleinen Bungalows untergebracht. Nachdem die Zimmer zugeteilt wurden, wurde das gesamte Lager erkundet. Vor allem den Hund, einen Dackel namens Sandro, haben die Kinder ins Herz geschlossen.

 

Am nächsten Morgen ging es für sie zu einem Musik-Workshop im Jugendclub „Breitband e.V.“. Zusammen mit der Musiklehrerin Anna Giletska lernten die Kinder neue Lieder auf ukrainisch, russisch und deutsch. Zurück im Camp war Basteln angesagt. Gemeinsam mit der Künstlerin Olga Michael stellten die Kinder Collagen zusammen. Einige von ihnen bastelten Schilder mit Aufschriften wie „Klopf an“ oder „Nicht rennen!“,  die sie im Camp und in den Bungalows anbrachten. Zusammen mit dem Fotograf Ilya Mantel sammelten die Kinder Ideen für ein Magazin über das Sommercamp.

 

Auch am Donnerstag hieß es wieder: Musik-Workshop im Jugendclub. Diesmal war es der Kinderclub „Otto Nagel“. Dort lernten die Kinder, wie sie ihre Stimme besser zur Geltung bringen können. Die Lehrerin zeigte,  wie man mit Hilfe bestimmter Atemtechniken auch hohe Töne singen kann. Nach einer kurzen Pause, in der die Kinder Tischfußball, Tischtennis oder Billard spielten, ging es weiter mit einem Tanz. Hier nahm man sich an den Händen, sang und lief quer durch den Raum – deshalb auch der „schräge Tanz“. Nach einem ausgiebigen Mittagessen gab es Yoga-Übungen. Der Trainer Evgeny erzählte den Kindern von der Disziplin, bei der der Mensch im Einklang mit seiner Umgebung steht. Bei den Übungen wurde schnell klar, dass Yoga eine enorme Kontrolle über den eigenen Körper erfordert. Schon das Stillsitzen kann manchmal schwerfallen. Zusammen mit Olga Michael haben die Kinder dann Ideen für einen Zeichentrickfilm gesammelt. Sie erfanden eine Geschichte mit verschiedenen Figuren und Schauplätzen und zeichneten diese.

 

Beim Musik-Workshop mit dem Education-Projekt des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin am Freitag hörten die Kinder zunächst ein kleines Konzert an, vorgetragen von 2 Geigenkollegen aus dem RSB. Nach einigen Übungen zum Thema „Body Percussion“ spielten die Kinder  „Ich packe meinen Koffer“ – jedoch mit Instrumenten, durften auch selbst dirigieren. Abends gab es dann ein Lagerfeuer mit Gitarrenmusik und verschiedenen Spielen.

 

Der Samstag fing künstlerisch an. Die Kinder malten das, was sie mit der Ukraine assoziierten. Um 14:00 Uhr wurde mithilfe von Schleifen ein großes Herz auf einer Wiese ausgelegt. Dann bekamen die Kinder Luftballons, die sie, aufgestellt in der Form eines Herzens, in den Himmel fliegen ließen. Das ganze wurde mithilfe einer Drohne auf Video festgehalten. Es gab Gäste, Fotos, die Kinder zeigten ihre Bilder und Zeichnungen. Das Projekt „Male ein Herz für die Ukraine“ gestaltete einen Tag, der unvergesslich, rein, leuchtend, herzensgut und voller Liebe zueinander war.

 

Der nächste Morgen war sportlich! Zusammen mit dem Künstler Meyer waren die Kinder joggen und machten Morgengymnastik. Bei einer Theater Therapie Sitzung erzählte jeder von seinen geheimen lustigen Angewohnheiten, seinen Lieblingsgeräuschen und einem Gegenstand, der einem viel bedeutet. Die Kinder legten ihre Gegenstände auf einen Tisch, von dem dann ein Foto gemacht wurde. Denn diese Gegenstände reflektieren uns, sie stehen für das, was wir sind und was uns wichtig ist. Später gab es dann einen Ausflug zum benachbarten Camp, dem Falkenhof. Dort gab es eine Falkenshow, bei der jedes Kind einen Falken oder eine Eule halten konnte. Diese Tiere aus nächster Nähe zu sehen war ein unvergessliches Erlebnis.

 

Am Montag ging es morgens zum Musik-Workshop. Die zuvor einstudierten Lieder wurden geprobt und neue Strophen wurden gelernt. Abends wurde herumgealbert, bis dann um 22:00 Bettruhe war.

 

Der Dienstag war ein Tag voller neuer Eindrücke. Morgens fuhren alle zu einer Orchesterprobe des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Daraufhin besuchten die Kinder verschiedenste Sehenswürdigkeiten. Auf dem Fernsehturm genossen sie die Aussicht über Berlin – und das in 203 Metern Höhe! Danach wurden Souvenirs gekauft und zum Schluss gab es ein Abendessen im Restaurant des Yoga-Trainers Evgeny. Was für ein Tag! Die Kinder haben sich in Berlin verliebt!

 

Am nächsten Morgen ging es dann wieder zum Musik-Workshop. Zusammen mit Anna Giletska wurden die Lieder weiter einstudiert und viel Neues gelernt. Mittags kam eine Kita-Gruppe aus dem Kinderladen „Was sonst e.V.“ im Waldhaus Ravensberg an. Die Kinder freundeten sich sehr schnell an. Drei Tage lang (denn dannach musste die Kitagruppe abreisen) spielten sie miteinander und brachten sich gegenseitig Wörter und Sätze auf Deutsch, Ukrainisch und Russisch bei. Die Sprachbarriere war damit schnell überwunden. Die Kita-Erzieherinnen haben sogar ihre Ausflüge gestrichen, damit die Kinder mehr Zeit miteinander verbringen konnten. Auch heute gab es Yoga-Übungen. Im Potsdamer Wald, beim Zwitschern der Vögel ist es einfach, in den eigenen Gedanken zu versinken und eins mit der Natur zu werden… doch diese Ruhe hielt nur kurz an, denn heute hatte unsere Mascha Geburtstag. Das musste natürlich gefeiert werden! Mit Torten, Musik, Säften, Süßigkeiten und Wunderkerzen ging es in den Abend.

 

Am Donnerstag bekamen die Kinder vom Waldhaus Ravensberg grüne bedruckte T-Shirts. Nach einer Yoga Einheit ging es dann in den Filmpark Babelsberg. Von der Mittelalterstadt bis zur Westernstraße, über die Straße der Giganten bis zum Dschungelspielplatz und dann zum Taj Mahal – ein wahres Abenteuer! Auch eine Bootsfahrt durch Janoschs Traumland war auf dem Programm. Mit bunten Slushies ließen wir den Tag dann ausklingen.

 

Am Freitag wurde es wieder künstlerisch. Es wurden Selbstporträts gezeichnet, die später unser Camp verzierten. Danach spielten die Kinder „Wo ist mein Lunch?“. Dabei hat ein Spieler einen Gegenstand vor sich. Er dreht sich um und ruft „Wo ist mein Lunch“, während die anderen sich ihm nähern. Erneut dreht er sich um, wenn er einen Spieler in Bewegung sieht,  schickt er ihn zurück. Ziel ist es, den Gegenstand heimlich und in Teamarbeit an sich zu reißen. Später gab es die Generalprobe für das Konzert. Die zuvor einstudierten Lieder wurden gesungen und die kleinen Pianisten spielten noch einmal die Stücke von Beethoven und Mozart.

Zurück im Camp gab es Seifenblasen, leuchtende Armbänder und… Crêpes! Ob mit Nutella, Bananen, Marmelade oder lieber herzhaft mit Schinken.  Die neugierigen Köche lernten mit einer Crêpepfanne umzugehen, und das mit Erfolg! Abends schauten die Kinder dann den Klassiker „Charlie Chaplin – Der Vagabund und das Kind“.

 

Der nächste Tag war besonders erlebnisreich. Die Kinder traten in Potsdam beim Kinderclub „Otto Nagel“ auf einer professionellen Bühne auf. Lieder wie „Ein Lächeln“ und „Schildkröte“ sorgten für eine wunderbare Atmosphäre. Auch die Solosänger und Pianisten begeisterten das Publikum mit ihrem Auftritt. Die Kinder führten den „Schrägen Tanz“ auf – nun tanzten auch die Zuschauer mit! Gleich nach dem Konzert ging es in die Biosphäre Potsdam. Wasserfälle, Schmetterlinge, exotische Vögel und sogar ein U-Boot – dort fühlte sich jeder wie im Paradies! In einem 4-D Kino ging es dann in luftige Höhen quer über die Tropen. Abends gab es dann ein Fotoshooting und eine Disco im Camp. Vor der Kamera konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

 

Am Sonntag gab es eine Exkursion durch Potsdam. Auf einem zweistöckigen Bus erkundeten die Kinder die Stadt, bevor sie dann, nach dem Mittagessen bei McDonalds, auf einem Schiff die Havel entlang fuhren. Die wunderschönen Ufer und das Schloss Sanssouci hinterließen bei den Kindern einen bleibenden Eindruck.

 

Der nächste Tag wurde wieder künstlerisch. Zusammen mit Alan arbeiteten die Kinder an ihren Gemälden. Der Zeichentrickfilm wurde zusammen mit Musikern des RSB synchronisiert. Dabei musste man kreativ sein, denn es mussten zahlreiche Tier- sowie Umgebungsgeräusche vertont werden.

Der Ozean wurde zum Beispiel mit einer Plastiktüte nachgeahmt, während die Kinder zahlreichen Menschen und Tieren eine Stimme verliehen. Musikinstrumente wurden aus Recycling-Materialien erfunden und benutzt.

Zum Mittag gab es Borschtsch, eine traditionelle ukrainische Suppe. Abends bastelten die Kinder Einladungen für die Disco am Dienstag. Vom DJ bis zum Barkeeper – alles wurde bis ins kleinste Detail geplant.

 

Am Dienstag wurden dann schon die Koffer gepackt. Nach der Probe für das Konzert gab es Crêpes, vorbereitet von unserer Sonia. Daraufhin ging es in den Wald- auf Schatzsuche! Die Kinder suchten nach Puzzleteilen und beantworteten verschiedene Fragen – welche Tiere sind nachtaktiv? Wie nennt man ein junges Wildschwein? Welcher Vogel ist das? Waren diese Fragen beantwortet und das Puzzle gelöst, offenbarte sich die Karte zum Schatz. Als der gefunden wurde,  konnte man das Jubeln wahrscheinlich bis zum Nachbarcamp hören! Zurück im Camp warteten auch schon die Gäste. Beim Konzert wurde gesungen und auf der Geige und dem Klavier gespielt. Nach dem gemeinsamen Grillen wurde der Zeichentrickfilm gezeigt und Geschenke an die Kinder verteilt. Getanzt wurde dann bis in die späten Abendstunden.

 

 

Und schon hieß es Abschied nehmen. In der gemeinsam verbrachten Zeit haben die Kinder viel erlebt und gelernt. Sie sahen neue Städte und eine völlig andere Kultur. Beim Yoga konnten sie in sich gehen und eins mit ihrer Umgebung werden. In den Musik-Workshops lernten sie, wie sie der Welt mit ihrer Stimme und ihrem Talent einen neuen Anstrich verpassen können. Jeder Tag brachte neue, wundervolle Erfahrungen mit sich. Mithilfe von Musik und Kunst konnten die Kinder ihre tiefsten Emotionen ausdrücken, die sie so nicht in Worte fassen können. Im Camp konnten sie eine Auszeit vom Krieg nehmen und einfach sie selbst sein.

Sie wären gerne länger geblieben, aber wie sagt man so schön? Alles hat irgendwann ein Ende, und es bleibt nur das Gute.

Unser Endbericht entstand auf Basis des Tagebuchs von Sascha Karpets (eine unseren Schützlingen aus dem Sommercamp)

Fotos HIER

Presse (deutsch) HIER

Videos HIER

 

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Herzlichen Dank an alle unsere Unterstützer, Freiwilligen, Künstler, Pädagogen und Sponsoren!

Herzlichen Dank für die gespendeten Säfte und Mineralwasser, für die von unseren Gästen mitgebrachte Süßigkeiten, Obst und hausgemachte Kuchen, für die gespendete Stadtrundfahrt im Sightseeing Bus, freien Eintritt in die Biosphäre und Filmpark Babelsberg.

Herzlichen Dank an alle unsere Gäste, die uns bei den Ausflügen begleitet haben.

Besonderer Dank an Peter Tiede, Gerald Praschl, Clara Geywitz, Riha-Wesergold, den Sozialabgeordneten der Stadt Potsdam Herr Müller.

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Unsere Projektpartner: Ukraine-Hilfe Berlin e. V., Education-Projekt des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, Smile & Help gGmbH, KiEZ Inselparadies Petzow, Georg Genoux und Theatre of Displaced People.

Mit freundlicher Unterstützung von Botschaft der Ukraine in Bundesrepublik Deutschland, Deutsch-Ukrainischen Forum e.V. und Breitband e. V.

Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert.


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Reise in die Kriegsgebiete Mai 2017

Im Rahmen des Rehabilitationsprojekts #MUSIK_RETTET reiste der Berliner Künstler Alan Meyer ende Mai 2017 in das ostukrainische Kriegsgebiet und veranstaltete Kunstworkshops für Kinder und Jugendliche in Awdijiwka.
Im Vordergrund standen Kunst, Fantasie und Selbstausdruck. Doch der Künstler achtete sehr auf die therapeutische Linie.

Das Thema war: grosse Künstler, ihre Eigenart, unterschiedlichen Techniken und Sichten. Zur Einführung gab es ein Kennenlernspiel. Danach wurden verschiedene Materialien und Techniken erklärt. Gemeinsam haben die Kinder große Leinwände aufgezogen und vorbereitet.
Die Kinder arbeiteten dann abwechselnd an allen Leinwänden. Nicht nur Kinder hatten ihre Freude, auch einige Erwachsene beteiligen sich am Prozess.

Vor allem in Awdijiwka, die seit mehreren Monaten wieder unter schwerem Beschuss leidet, war der Workshop ein Segen. Alleine die Tatsache, dass der Künstler trotz fortwährender Bedrohung aus dem friedlichen Berlin in die Frontstadt reiste, gab den Menschen ein Gefühl von Hoffnung und Sicherheit. Das gemeinsame Zeichnen und die Gespräche in einer gemütlichen und positiven Atmosphäre schafften es, die Kinder für einen Moment von den erlebten Schrecken abzulenken. Nicht zu vergessen neue Kenntnisse und Erfahrungen, die sie aus dem Workshop mitnehmen konnten. Man siehe nur die glücklichen Kinderaugen auf den Fotos!

Fotos HIER

Presse (ukrainisch) HIER

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Kunstworkshop in Awdijiwka und Kramatorsk

Im Rahmen des Rehabilitationsprojekts MUSIK RETTET reiste der Berliner Künstler Alan Meyer vom 9 bis 17 Februar in das ostukrainische Kriegsgebiet und veranstaltete Kunstworkshops für Kinder und Jugendliche in Awdijiwka und Kramatorsk.

Bericht Deutsche Welle zum reinhören HIER

Im Vordergrund standen Kunst, Fantasie und Selbstausdruck. Doch der Künstler achtete sehr auf die therapeutische Linie.

Zur Einführung gab es ein Kennenlernspiel. Danach wurden verschiedene Materialien und Techniken erklärt. Gemeinsam haben die Kinder große Leinwände aufgezogen und vorbereitet. Die Kinder arbeiteten dann abwechselnd an allen Leinwänden.

Nicht nur Kinder hatten ihre Freude, auch einige Erwachsene beteiligen sich am Prozess.

Vor allem in Awdijiwka, die erst vor Kurzem unter schwerem Beschuss litt, war der Workshop ein Segen. Alleine die Tatsache, dass der Künstler trotz jüngster Eskalation und fortwährender Bedrohung aus dem friedlichen Berlin in die Frontstadt reiste, gab den Menschen ein Gefühl von Hoffnung und Sicherheit.

Das gemeinsame Zeichnen und die Gespräche in einer gemütlichen und positiven Atmosphäre schafften es, die Kinder für einen Moment von den erlebten Schrecken abzulenken. Nicht zu vergessen neue Kenntnisse und Erfahrungen, die sie aus dem Workshop mitnehmen konnten.

Man siehe nur die glücklichen Kinderaugen auf den Fotos HIER

 

 


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Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung

Liebe Freunde!
Herzlichen Dank an alle, die das Kyiwer Mädchenchor bei ihrer Reise nach Deutschland unterstützt haben!
Es sind 500 € an Spenden bei uns eingegangen (420 € auf das Spendenkonto und 80 € in die Spendenkasse).

Der Chor nahm am Grand Prix of Nations – einem der größten Wettbewerbe – teil und war Sieger in allen drei Kategorien. Im Rahmen der Deutschlandreise wurde auch ein Konzert im Münchner Gasteig organisiert. Das Konzert in einem der berühmtesten Konzertsäle Europas war eine wunderschöne Erfahrung für die jungen Sängerinnen, eine tolle Möglichkeit sich vor dem Münchner Publikum zu präsentieren, und nicht zuletzt konnten bei dem Konzert weitere Spenden gesammelt werden, um einen Teil der Reisekosten decken zu können.

Ein kurzes Video ihrer Auftritte HIER

So jubelte der Saal, als die Ergebnisse des Wettbewerbs angekündigt wurden HIER

Fotos HIER

Insgesamt war es eine tolle Reise, die nicht nur den künstlerischen Erfolg, sondern auch viel an Erfahrungen und neuen internationalen Kontakten und Freundschaften mit sich brachte..

Die jungen Sängerinnen bedanken sich ganz herzlich für die Unterstützung!

Herzlichen Dank an alle Spender, Sponsoren und Organisatoren, die diese Reise ermöglicht haben!

 


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MUSIK RETTET trotz schweren Beschuss

29 Januar – 4 Februar 1027

Bericht zum reinhören HIER

Die letzte MUSIK RETTET Reise verlief anders als geplant, denn sie fiel auf den Zeitpunkt der jüngsten Eskalation.

Über die Eindrücke und das Leben inmitten des Krieges HIER

Konzerte und Workshops, die in Awdijiwka geplant waren, konnten durch die Beschüsse, wochenlangen Stromausfall und fehlende Telefonverbindung teilweise nicht stattfinden. Die Stadt litt in dieser Woche extrem, Wohnviertel wurden unter anderem mit Grad-Raketen beschossen, es gab viele Zerstörungen und Opfer unter Zivilisten.

 

Trotz allem blieb Marina die ganze Woche fast durchgehend in der Stadt. Anstelle großer Veranstaltungen gab es gemütliche Hauskonzerte bei Kerzenlicht (denn es gab eine Woche lang keinen Strom). 

Durch Musik und Spiele konnte sie Kinder und Familien trösten und ablenken. Musik half, die Zeit der Beschüsse zu überbrücken und die Angst zu vergessen.

 

Am 31. Januar machte Marina einen kurzen Abstecher nach Marjinka (eine weitere Frontstadt, die durch den Krieg sehr leiden musste). Dort ging es in dieser Zeit vergleichsweise ruhig zu, nur nachts fiel wegen Beschuss mehrmals der Strom aus.

In Marjinka gab es ein Konzert in der Schule, Marina sprach mit den Kindern über Musik, ließ sie zu Musikstücken zeichnen.

 

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In Marjinka lernte sie einheimische Aktivisten kennen und besuchte das Kulturzentrum. Dieses Kulturzentrum wurde zum seelischen Asyl vieler Kinder und Jugendlichen.

 

Trotz andauernder Eskalation kehrte Marina nach Awdijiwka zurück.

– Die Leute warten, ich habe es ihnen versprochen. Wenn nichts anders übrig bleibt, spiele ich für sie in Bombenkellern. –

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Das geplante Schattentheater-Projekt konnte leider nicht durchgeführt werden, aber es wurde schon mal vorgeprobt. 

 

In dieser Woche hatte Marina die Gelegenheit, ein genaues Bild über die humanitäre Lage zu machen und stellte auch viel Positives fest. Trotz Ernst der Lage wurde eine humanitäre Katastrophe verhindert. An Lebensmittel, Wärmedecken und Hygieneartikel hat es nicht gefehlt. Die ukrainischen Freiwilligen, internationale Hilfsorganisationen und nicht zuletzt die Lokalverwaltung reagierten schnell und arbeiteten effizient. Woran es weiterhin fehlt, sind Schul-, Schreib- und Bastelwaren, Entwicklungsspiele, Musikinstrumente und Zubehör. Dies sind Artikel, die zur Bildung und Weiterentwicklung extrem wichtig sind. 

 

In der Musikschule Awdijiwka übergab Marina die Spende vom Berliner Geigenbau Atelier Kogge & Gateau – eine große Packung von Geigen-, Bratschen- und Cellosaiten, Seitenhalter, Stege und einen Violinbogen. Die Leiterin und alle Lehrer der Musikschule bedanken sich ganz herzlich für diese Spende.

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Unsererseits bedanken wir uns bei der Musikschule!

– Alle fragen mich, wieso ich nicht wegfahre. Aber wie kann ich es? Ich kann doch nicht die Schüler alleine lassen! Sie und ihre Eltern wollen weiter Musikunterricht haben. Man darf es ihnen nicht wegnehmen, sie brauchen es. Den Kindern geht es besser dabei! – sagte Oksana, Geigenlehrerin und Leiterin des Schulorchesters.

In diesen harten Zeiten hat sich die Schule – genau wie wir – zu Aufgabe gemacht, mit Musik zu retten. Und durch ihren Einsatz schaffen die Lehrer, Kinder und ihre Familien zu trösten und zu ermutigen.

 

Fotos: Anastasia Magazova

Fotobericht folgt in Kürze

 

 

 

 


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